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Retrogamer – Heft 87


Ein sensationell gutes Heft, was natürlich daran liegt, dass das N64 vorn auf dem Cover ist und ein Sammelguide abgehandelt wird. Dank solcher Titel wie GoldenEye 007, Zelda – Ocarina of Time oder Super Mario 64 hat die Konsole Geschichte geschrieben, der Erfolg blieb aber im Vergleich zum NES oder dem SNES aus. Das lag mit Sicherheit auch an der fehlenden CD-ROM-Unterstützung, die zur Folge hatte, dass Projekte wie Final Fantasy VII exlöusiv für die Playstation angeboten wurden. Es ist schon sehr lustig, dass Nintendo vor dem Launch des N64 immer wieder über das „Dream Team“ gesprochen hat. Und am Ende kam so ein Schrott wie Superman 64 (1999, um eines der miesesten Beispiele zu nennen), ClayFighter 63 1/3 (1997 quasi Launch-Titel) oder War Gods (1997) raus…

Ad absurdum geführt hat die Diskussion dann sowieso Cruis’n USA. Mit Qualität hatte dieser Titel wirklich wenig am Hut, aber es war nun mal eines der beworbenen „Ultra 64“ Spiele (neben Killer Instinct, welches dann doch zu erst auf dem SNES erschien). Ab Ende ’99, Anfang 2000 ließ dann Nintendo die Zügel locker und es kam so gut wie jeder Murks auf dem N64 raus, man kann sich dazu einfach mal die Metacritic-Liste oder Gamerankings-Liste durchschauen.

Was aber in Erinnerung bleibt, sind die großen, exklusiven Titel, die bis heute in vierlerlei Hinsicht noch spielenswert sind. Dazu zähle ich vor allen Dingen die RARE-Klassiker wie Conker, Blast Coprs oder Jet Force Gemini. Hinzu kommen Perlen wie Wave Race 64 (viel besser als der störrische Nachfolger), Star Fox 64 (demnächst als 3DS-Version),  Sin & Punishment (Japan only) oder Excitebike 64. Auch wipEout 64 finde ich bis heute klasse, auch wenn viele wipEout 2097 oder wip3out bevorzugen. Aber es war eben schon damals rasant, gefiltert und optisch schöner als der PSX-Polygon-Wabber-Look 😉 .

Auf Seite 49 gibt es ein großes Duke Nukem Special, weil der Duke demnächst ja endlich erscheinen soll (mal abwarten 😉 ). Duke Nukem wurde ja als 2D-Jump ’n Shoot-Serie konzipiert, erst mit Duke Nukem 3D wurde die Serie aber so richtig populär. Sehr interessant ist aber die Tatsache, dass „Inner Circle Creations“ 1996 das Spiel „Alien Rampage“ veröffentlichte – dieses Spiel sollte wohl „Duke Nukem 3“ bzw. „Duke Nukem Forever“ werden! Duke 3 hätte also anders aussehen können…

Duke Nukem II (Dezember 1993):

Alien Rampage (1996):

Zitat aus der Retrogamer:

„The Other Duke Nukem Forever. Not many people are aware of this, but after the release of Duke 3D, 3D Realms set to work on a new side-scroling 2D Duke nukem game and confusingly titled it „Duke Nukem Forever“. According to a few online sources, the game was going to be a reboot of the original 2D games. Now whether this was intended to be the original direction of the sequel to duke 3D is uncertain, but we think it highly unlikely. To cut a long story short, the game eventually turned into another game at 3D Realms, changed names, several times and was eventually sold to „Inner Circle Creations“, which tinkered with it some more before finally releasing the game as „Alien Rampage“ for the PC in 1996.“

Aus diesem Grunde finde ich die RG einfach klasse. 🙂 Und in diesem Zusammenhang sei noch auf die beiden Retrospective-Specials von Retrozentrale.de hingewiesen (Teil 1 und Teil 2).

Das Special zu The History of Shadow of the Beast fand ich nicht so interessant, was aber daran liegt, dass ich nie ein Amiga mein eigen nennen durfte und nur die doofe Mega Drive Version kannte… Spielerisch fand ich den Teil schon immer schwach, aber das wird ein Amigianer sicherlich anders sehen. 😉

Toll fand ich diesmal „Future Classic: Astro Boy: Omega Factor„! Absolut, dem kann ich nur zustimmen! Nachdem in Heft 86 Luigi’s Mansion genannt wurde, dachte ich schon, sie holen jetzt jeden halbwegs ordentlichen Titel raus und küren ihn zum „Future Classic“ Titel, aber mit Astro Boy ist man wieder auf dem richtigen Weg.

Einer der interessantesten GBA-Vertreter und mittlerweile so etwas wie ein Geheimtipp – auch auf stationären Konsolen dank des Gamecube-Gamyboy-Players!

Zu guter letzt dann dieses faszinierende Special zur „Lotus trilogy“. Meine Güte sind wir das im Split-Screen gefahren. Absolut traumhaftes Gameplay! Zum ersten Mal bei nem Bekannten auf dem Amiga 500, dann auf dem PC unter dem Namen Lotus Ultimate Challenge! Das lief 1994 butterweich auf einem 486 DX2-66 mit 16MB RAM! Klar, das Spiel kam ja schon 1992 raus und war auch für einen 386er konzipiert. Genial der „RECS course editor“ und der tolle 2-Spieler-Splitscreen-Modus. Herrlich, wenn man daran denkt, wie sehr sich selbst der kleinste Fahrfehler auf das Rennen auswirken konnte.

Update 04.09.2011: Sehr schön, dass 4Players ein kleines, feines Special zu Lotus Esprit Turbo geschrieben hat. 🙂

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Kategorien:Retrogamer
  1. 27. März 2011 um 18:13

    das magazin kannte ich noch garnicht, sieht interessant aus! 🙂

  2. Flat Eric
    24. März 2011 um 14:55

    Na, klasse, jetzt mag ich den Artikel, obwohl ich das Feature nur ausprobieren wollte. 😉 Naja, egal, wenn ihr noch Anmerkungen zum Mag habt, immer her damit…

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