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Black Rock Studio vor dem Aus, aber Bugbear wieder da!


Geht man nach einem Bericht auf Eurogamer.net, dann steht Black Rock Studio vor dem Aus. Bekannt wurden die Entwickler durch Spiele wie Pure und Split/Second.

Das würde mich ja nicht wundern, nachdem Publisher Disney Interactive angekündigt hat, weniger in Videospiele zu investieren. U.a. auch deshalb, weil sich Split/Second schwach verkauft haben soll. Somit standen sich Blur und Split/Second gegenseitig im Weg. Schade drum, denn gerade Split/Second fand ich phänomenal:

Aber es gibt Hoffnung für das Genre des Action-Racers

Neben Criterion und Black Rock Studios gibt es noch einen dritten Entwickler, der sich auf actionorientierte Rennspiele spezialisiert hat hat: Bugbear Entertainment! Bekannt wurden die Entwickler durch ihre (im übrigen hervorragende) FlatOut-Serie. Hauspublisher Empire Interactive (u.a. ) ging Pleite, also brauchte man einen neuen, finanzkräftigen Partner. Den hat man nun mit Bandai Namco gefunden!

Namco? Ridge Racer??? Richtig! Die Ridge Racer Serie ist mittlerweile etwas angestaubt (im übrigen gibt es in der Retrogamer #90 ein wunderbares Making-Of der Serie) und EA zeigt anhand des Beispiels Need for Speed, wie vielfältig man eine Rennserie gestalten kann: Von Shift über Hot Pursuit zu diversen „Underground/Tuning-Titeln“ ist alles drin. Nur bei der Ridge Racer Marke hat man bisher davon abgelassen, den Seriennamen für eine andere Ausrichtung zu verwenden. Bis jetzt, denn jetzt erschien folgender Trailer:

Das erinnert doch sehr stark an Criterions Klassiker Burnout 3 und Burnout Revenge! Und da die Entwickler mit der FlatOut-Serie sowieso schon immer im Burnout-Fahrwasser gewütet haben, ist die Ankündigung eigentlich nicht ganz unlogisch: Eine schwächelnde Marke (Ridge Racer) benötigt neue Impulse und bekommt die durch einen Entwickler, der einen neuen Publisher benötigt hat!

Jetzt sieht das doch tatsächlich sehr dreist nach einem Burnout-Clone aus, aber daran ist Criterion vielleicht selbst „schuld“: In dieser Generation gab es eigentlich nur wenige echte Action-Racer: Burnout Revenge (2006) und FlatOut: Ultimate Carnage (2007) auf der X360 und das oben genannte Split/Second. Die ersten beiden Titel sind eigentlich noch aus der letzten Generation und wurden auf „HD gebürstet“. Auf der PS3 gibts beide Titel nicht und findet man nur die Motorstorm-Serie. Aber das spielt sich schon etwas anders und geht mehr in die Richtung Off-Road-Action wie z.B. Pure, Fuel oder nail’d.

Burnout selbst wurde mit Burnout Paradise zwar ein feiner Open-World-Racer, aber es spielt ebenfalls komplett anders als noch Revenge. Da bleibt also nicht mehr viel übrig, denn Criterion ist derzeit eher mit EA-Marken wie Need for Speed oder Open-World-Spielen beschäftigt. Aus diesem Grund könnte Ridge Racer Unbounded von Bugbear ein echter Lückenfüller für Fans von FlatOut, den älteren Burnout-Teilen und Split/Second werden: Hart, schnell und geradlinig. Das könnte passen!

Man darf gespannt sein, ob die kommende E3 mehr Details ans Licht bringen wird. Man munkelt ja auch, dass Criterion dort Burnout: Crash zeigen wird. Aber irgendwie habe ich da das Gefühl, dass man nur den Crash-Modus von Takedown und Revenge als Vollpreistitel verkaufen will… Naja, lassen wir uns überraschen, denn Revenge bleibt bei mir erst einmal das Maß der Dinge:

Auch wenn Split/Second (man beachte da Minute 6:50-6:58! Ich sage dazu nur: Signature Takedown Pillar Driller! 😀 ) und FlatOut: Ultimate Carnage gleich dahinter kommen. 😉

Update 17. Mai 2011: Weil wir gerade das Thema Arcade/Action-Rennspiele anschneiden: Es soll vorerst kein neues „Sega Rally“ mehr geben. Das sagt jedenfalls Mike Hayes (CEO Sega West). Was viel interessanter ist und zum Thema hier besser paßt, ist folgende Aussage:

„We did a pretty good job with Sega Rally back in 2007, but it came out at a time when the consumer was moving away from driving games in general.“

WTF? Na klasse. Wird jetzt also nur noch Forza Motorsport, Gran Turismo und der X-te Ableger von Need for Speed gespielt und der Rest konzentriert sich auf belanglose Shooter? So kommt es mir jedenfalls vor. Aber es gibt meiner Meinung nach noch mehr Potenzial für gute Spielkonzepte, die sich gut verkaufen würden. Suda51 (Mr. Killer7/No More Heroes) hätte Lust auf ein brutaleres Burnout (naja 😉 ) und es gibt ja die Möglichkeiten von Waffen, siehe Twisted Metal – wenns denn wieder mal Shooter-Anleihen sein müssen…

Update 1. Juli 2011: Und jetzt ist es amtlich: Black Rock Studio wird geschlossen. Ganz armselig… Es gibt aber ein neues Unternehmen, dass aus den entlassenen Mitarbeitern gegründet wurde: RoundCube Entertainment!

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Kategorien:Artikel, Videospiele
  1. Flat Eric
    13. Mai 2011 um 15:16

    Oja, absoluter Burnout-Fan, will da demnächst noch was drüber schreiben. 🙂 Teil 1 fand ich gut, Teil 2 super, Teil 3 einfach nur der Kracher! Revenge ist für mich der beste Teil, wobei es Gewöhnungssache ist, manchmal spiele ich auch noch Burnout 3 lieber. 😉

    Doch danach? Es gab noch Burnout Legends war dann ein Aufguß. Burnout Paradise war dann Open-World. Ich habs sehr gern gespielt. Aber es war kein richtiger Nachfolger… 😦

    Was das Handling von RRO angeht: Auf jeden Fall muss es direkter gehen, als noch bei FlatOut, das hatte mich auch genervt. Aber es wird eh kein echtes Ridge Racer werden, also kein Ridge Racer 8. Bugbear wird den Namen nutzen, mehr aber auch nicht. Hoffen wir jedenfalls das Beste!

  2. 13. Mai 2011 um 10:30

    bist also auch ein Burnout-Jünger? Ich liebe die Serie und hab bis auf den Erstling wirklich jeden Teil hoch und runter gespielt 🙂 Schade, dass Criterion noch keinen echten Nachfolger angekündigt hat und Burnout: Crash muss ich auch nicht unbedingt haben. Mit Flatout bin ich damals nicht ganz warm geworden aber ich wollte der Serie noch mal ne Chance geben.

    Damit RR Unbounded funktioniert müssten sie imo aber das starre Handling ändern und dann wäre es wiederum kein RR mehr. Die Serie steckt irgendwie seit Jahren fest und ich glaube, Bugbear nutzt einfach nur den Namen um ein eigenes Spiel zu machen.

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