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The Reap (PC Shoot ‚em Up)


Wer kennt von euch noch „The Reap„? Es erschien im Oktober 1997. In diesem Jahr waren Shoot ‚em Ups absolut OUT. Kein Mensch hat sowas „altbackenes“ mehr gespielt, schon gar nicht am PC. Zeigten sich früher noch Spiele wie Thunder Force IV oder Axelay als Ikonen ihrer jeweiligen Plattform, so war das Genre Ende der 90er nur noch eine Nische.

In dieser Zeit hießen die „Stars“ Quake II, Super Mario 64 oder MDK. Und generell „3D“. Alles musste 3D sein. Das N64 trumpfte mit 3D auf, 3Dfx verkaufte massenweise 3D-Grafikkarten und gezockt wurde alles, was irgendwie aus Polygonen bestand oder generell „zum PC passte“ (Age of Empires, Dungeon Keeper, The Curse of Monkey Island).

Und genau in dieser Phase erschien The Reap

The Reap ist ein einzigartiges Shoot ‚em Up. Es gab weder einen Nachfolger noch wurde es auf irgendeine andere Plattform als den PC portiert. Die Entwickler kennt man heute noch: Housemarque begann 1994 in Finnland mit dem Titel Super Stardust, welcher später dann als Super Stardust HD ein Revival auf der PS3 feierte.

Bekannt sind die Entwickler vielleicht noch durch das 2010 erschienene Dead Nation, welches nach dem Kreditkarten-Skandal von Sony an die PSN-Nutzer verteilt wurde. Im übrigen ein exzellenter Coop-Top-Down-Shooter. 2011 erschien noch Outland, was ziemlich gute Wertungen abkassiert hat (Demo fand ich super, noch nicht geholt).

Um heute noch The Reap zu spielen, benötigt man die CD-ROM, die es mittlerweile recht günstig im Handel zu kaufen gibt. Damit es auf Windows XP läuft, braucht man einen Patch, den es leider nicht mehr auf der neugestalteten Webseite gibt. Habe aber einen Link auf Gamefront.com (reapupd.zip) gefunden, der die Datei noch hostet. Das Spiel wird leider nicht digital vertrieben. Auf GOG.com gibt es immerhin eine Wishlist, für die ihr zumindest mal abstimmen könnt, was nett wäre. 🙂

Das Spiel wird in der isometrischen Zaxxon/Viewpoint-Perspektive gespielt und beeindruckt noch heute mit unglaublich vielen Lens-Flare-, Partikel- und Explosionseffekten:

Unter  Windowx XP läuft es ganz gut (manche berichten von einer Fehlermeldung beim Installieren, da dann einfach mal hier schauen), unter Windows 7 gibt es Probleme. Z.B. knarzt der Sound oder das Spiel läuft zu schnell. Ich zocke es auf meinem Netbook und es klappt ganz gut (Image via Daemon Tools z.B.). Wer sich etwas auskennt, kann natürlich auch eine Windows 98 Umgebung virtualisieren, sei es mit VMWare oder mit Virtual PC.

Zum Spiel selbst: Es ist ziemlich schwer, weil so viel auf dem Screen passiert. Durchgespielt habe ich es nie, aber es gibt dafür ja auch Cheats. Aber anscheinend gab es bei der Entwicklung mit Publisher Take 2 ein paar Probleme, weil Levels getauscht werden mussten und Housemarque deshalb nie wieder mit Take 2 zusammengearbeitet hat. Das erklärt den teilweise drastisch ansteigenden Schwierigkeitsgrad später im Spiel.

Wer sich vorher noch etwas in das Spiel reinlesen will, sollte in folgenden Test reinschauen:

Kann mich dem Test voll und ganz anschließen! Es gibt noch ein paar Infos auf „Home of Underdogs„. Denn The Reap sieht nicht nur klasse aus, es spielt sich auch flüssig: Man wird förmlich in das Spiel eingesogen, es läßt einen kaum durchatmen und dazu gibt es einen hämmernden Soundtrack. The Reap setzt ganz klar auf ständige Action und wer damals und heute noch gerne Stardust spielt, ist mit dem Titel sehr gut aufgehoben. In der Riege von Stargunner (mittlerweile Freeware, muss ich demnächst mal dazu schreiben), Raptor (2010er Edition auf GOG) oder Jets ’n Guns ist The Reap ein weiteres Highlight in der sonst arg vernachlässigten Shoot ‚em Up Welt des PCs. Wird Zeit, dass es auch mal digital angeboten wird.

Wertung: [8/10]

PS: Wenn jemand weiß, wie man auf Win 8 Maschinen zum laufen bekommt, nur her damit. 🙂

Leider kann Housemarque keinen Support dazu mehr anbietenm, denn sie sind voll mit neuen Projekten ausgelastet. Habe mehrfach schon genervt, aber selbst die verlockende Zweitdistribution via GOG.com oder Steam hat noch nicht überzeugt… Naja, mal sehen, vielleicht kommt es doch irgendwann.

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Kategorien:Artikel, Videospiele
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