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Kurzempfehlung: Steamworld Dig (PC)


swdKurze Empfehlung meinerseits: Habe Steamworld Dig (vom schwedischen Indie-Entwickler „Image & Form„) auf dem PC geholt (7,49€ Humble Store, $9.99 @GOG, 8,99€ @Steam, 8,99€ @3DS) und bin begeistert!

Es ist ein klasse Action-Adventure bzw. Metroidvania-Verschnitt (bzw. Definition von Giantbomb), vom Stil her mit einer Prise von Oddworld: Stranger Wrath!

Und es pflegt eine Tradition von Spielen, die allesamt in den 80ern eine Art von „Jump ’n Dig“ oder „Dig ’n Dash“ verkörperten. Der Einfluss kam teilweise vom ersten Indiana Jones Film (1981): Abenteuer, Höhlen, Fallen,…

Zu den folgenden Spielen, die definitiv Pate bei der Entwicklung standen, möchte ich mal einen kurzen Überblick geben (Release-Dates ist die Erstveröffentlichung weltweit):

Titel Cover Screenshot Beschreibung
Dig Dug
Namco
1982
 dg_dg_cv Dig Dug ist so etwas wie der  Anfang einer ganzen Reihe an Spielen, die die „Minenthematik“ aufgenommen haben. Alles noch sehr bunt im Comic-Stil. (Screenshot Arcade)
Spelunker
MicroGraphic Image
1983
Mit Spelunker kam zum ersten Mal etwas „Minen-Feeling“ auf. Eher als klassisches Jump ’n Run zu sehen, war es Vorbild für viele weitere Spiele. Mit Spelunky (2009) und Spelunker HD (2013) gibt es aktuelle Neuauflagen des Spielprinzips. (Screenshot: NES)
Boulder Dash
First Star Software
1984
bldr_dsh bldr_dsh_sc Boulder Dash erschien kurze Zeit nach Spelunker und setzt den Fokus auf Geschicklichkeit: Alles, was einem auf den Kopf fallen kann, löscht ein Leben aus. (Screenshot: NES)

Metroid
Nintendo
1986

mtrd mtrd_sc Metroid ist zwar eher von Alien beeinflusst, bietet aber auch „Dig-Abschitte“ und Steamworld Dig nutzt ein ähnliches Fähigkeitensystem. (Screenshot: NES)

Emerald Mine
Kingsoft
1987

emrl_mn_cv emrd_mn Emerald Mine kann fast schon als Bould Dash-Clone durchgehen, bringt aber trotzdem viele neue Ideen mit ins Genre. (Screenshot: Amiga)
Rick Dangerous
Core Design
1989
rck_dngrs Rick Dangerous ist ganz klar von Indiana Jones beeinflusst und bietet im Prinzip am wenigsten „Minen-Feeling“. Hier wird nicht gegraben, sondern höchstens mal mit Dynamit ein Weg frei gesprengt. (Screenshot: Amiga)
Digger T. Rock
Rare
1990
dggr_t_rck Digger T. Rock ist ein Rare-Spiel, das im SNES-Launch-Fieber etwas untergegangen ist, auch wenn sicherlich jeder noch die Kult-Werbung aus dem TV kannte. War deutlich weniger auf Action fokussiert. (Screenshot: NES)

Wer sich in dieser Welt heimisch fühlt und endlich mal wieder in dunkel Schächte steigen möchte, dem kann ich ganz besonders Steamworld Dig empfehlen. Es hat ordentliche Wertungen kassiert (GR|MC), überzeugt durch eine atmosphärische Retro-Welt und eine einfache und gute Steuerung. Ein Blick in den „Game Cavern“-Test (Text-Version hier) könnte Lust auf mehr machen:

PS: Und gerade in diesem Zusammenhang möchte ich auf eine Kickstarter-Kampagne verweisen, die von der Thematik recht ähnlich ist: Full Bore – An Underground Puzzle Adventure!

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Kategorien:Artikel, Videospiele
  1. Flat Eric
    9. März 2014 um 13:03

    So, 8 Stunden Spielzeit und ich bin durch! Alos mir hat es rieisig gefallen, hätte natürlich etwas länger gehen dürfen, aber es hat sich gelohnt. Eines dieser kleinen, feinen Spieleperlen, an die man sich auch noch nach Jahren gerne erinnert!

  2. Flat Eric
    20. Februar 2014 um 12:29

    No problem! 🙂 Werde es wohl am Wochenende durchzocken und es ist wahrlich ein feines Spielchen! Ich habe in letzter Zeit viel Indie-Kram gezockt und da war auch viel nerviges Zeug dabei: FEZ z.B. Riesen-Hype und das Spiel nervt einfach nur permanent. Nie weiß man wohin, was zu tun ist, es ist manchmal einfach nur furchtbar knifflig, ohne Erfolgsmomente zu erhalten… Also ich war da eher enttäuscht.

    Positiv, und dazu werde ich demnächst noch was schreiben: Faster Than Light (FTL) und Papers, Please. Beides kleine, feine Spiele mit enormen Suchtpotenzial. Ich mag es, wenn sich Spiele flüssig spielen, wenn man sein eigenes Tempo vorgeben kann und wenn sie nicht zu verkünstelt sind. Von daher ist Steamworld Dig ein echtes Highlight!

    PS: Fallout, Skyrim,… Alles zu groß, zu dick, zu „zeitverschwenderisch“. Ich kann da nicht 50h in der Gegend rumrennen, um mich danach zu fühlen, wie wenn ich ein dickes, fettiges Bürgermenü verschlungen habe.

  3. 19. Februar 2014 um 17:20

    Danke für die weiteren Infos. Nun bin ich gehyped! =)

    Fand Cave Story + schon sehr geil und bin froh dass Nintendo ihr Qualitätsversprechen auch bei den Indies hochhält. Kein Vergleich mit den Steam Early Access Gedöns, den ich eher mit alten Shareware-CDs vergleiche.

    Einen übersichtlichen Umfang finde ich mittlerweile immer gut, weil ich dann noch Bock habe die ganze Sache 100% durchzurocken. Bestes Beispiel dafür ist warscheinlich Mario 64.
    Spiele wie Fallout New Vegas, Skyrim oder Just Cause 2 gehen mir da einen zu krassen Weg..

    Danke für diesen Geheimtip!

  4. Flat Eric
    18. Februar 2014 um 18:59

    Hi Isaacascii, ich bin nun erst 2h unterwegs, das Spiel soll so ca. 5h lang/kurz sein. Meiner Meinung nach wirkt es wie aus einem Guß, denn das Spiel ist ja schon länger auf dem Markt, es kam nämlich im August 2013 auf dem 3DS heraus.

    Ich mein, es ist halt ein kleines Indie-Spiel, dessen Umfang relativ übersichtlich ausfällt. Aber es spielt sich wirklich gut, sehr flüssig und motivierend. Die Atmosphäre stimmt, der Style hat mich positiv überrascht. Demo gibt es leider nicht, zumindest habe ich noch keine gefunden. 😉

  5. 18. Februar 2014 um 18:18

    Was man bei den „modernen Steam Indie Early Access Gedöns“ umbedingt als Konsument meiner Meinung nach beachten sollte ist, ob der Gesamteindruck stimmt oder ob das ganze halt nur wie ein Grundgerüst ohne richtige Richtung ist?

    Bestes Negativbeispiel ist für mich das Minecraft (auch ein Mininggame ;] ), welches ich mir damals so obergeil ausgemalt habe, mit generierten Orten, Quest, NPCs, etc. etc. sowas wie Skyrim oder Fallout 3, nur halt jedes mal durch Zufall erstellt….bis heute sehe ich nicht einen Ansatz davon in Minecraft (toll, tote Dörfer und leere NPCs).

    Starbound und Rimworld sind auch gute Negativbeispiele mit hohen Potenzial, aber halt ohne roten visionären Faden.

    Also ist das Spiel nun fertig und „aus einem Guß“ so wie etwa das grandiose Metroidvania „Unepic“?

    Falls ja werde ich es mir mal anschauen, falls nicht, habe ich hier noch zuviele Indiegamegrundgerüste rumfliegen. 😉

  6. Flat Eric
    18. Februar 2014 um 16:45

    Ah, sehr gut. 🙂 Gleich mal mitverlinkt!

  7. 18. Februar 2014 um 13:21

    Da hast du aber eine schöne Übersicht zusammengetragen. Hab mir das Spiel auch kürzlich im Humble Store gekauft, aber bin noch nicht zum Spielen gekommen.

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