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SNES Mini – der Preis der Emulation


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Beliebt und leider vergriffen: SNES Mini

Das SNES Mini (oder wie es Nintendo sperrig nennt: Das „Nintendo Classic Mini: Super Nintendo Entertainment System“) ist ein Hype-Thema, dass derzeit heißt diskutiert wird.

Das große Problem ist nicht die Ankündigung selbst, sondern Nintendos Hinweis, dass das Gerät nur einen begrenzten Zeitraum erhältlich sein wird („für begrenzte Zeit verfügbar„) und es jetzt schon so gut wie nicht mehr vorstellbar ist.

Vielerorts stellt sich die Frage: Warum ist das so? Warum produziert Nintendo nicht einfach so lange, bis die Nachfrage gedeckt ist? Schon das NES Mini war restlos ausverkauft und wird nun zu Mondpreisen gehandelt. Beim SNES Mini zeichnet sich ähnliches ab.

Dazu gibt es keine verlässliche Antwort, aber es wird wohl an den Lizenzen für den Nicht-Nintendo-Content liegen: Capcom, Konami und Square Enix haben sicherlich nur einem begrenzten Produktionszeitraum zugestimmt, weil sie ihre Spiele parallel auf anderen Plattformen vertreiben (z.B. via Google Play: Secret of Mana, Final Fantasy VI).

Nintendo beschwichtigt zwar, dass sie mehr Geräte produzieren werden, als noch beim NES Mini (und schon da waren es wohl mehr als 2,3 Millionen Stück), aber es kann davon ausgegangen werden, dass das SNES Mini keine Regale bei den Händlern verstopfen wird.

Das Spielepaket: 20+1 gute Titel!

Warum scheint nun ein SNES Mini so beliebt zu sein? Das hat meiner Meinung nach mehrere Gründe:

  1. Es ist, gemessen am Inhalt, ein relativ günstiger Einstieg in die SNES-Welt
  2. Es ist klein, kompakt, hat HDMI und es sind zwei Controller dabei (beim NES Mini wars nur einer)
  3. Die Auswahl der Spiele ist gut und ausgewogen gewählt
  4. Star Fox 2 (kann man nicht oft genug betonen)
  5. Es gibt sehr wahrscheinlich ein ähnliches Speicherinterface wie beim NES Mini

All das zusammen für 90-100 Euro ist fair. Denn würde man sich die Spiele einzeln zusammenkaufen, würde man deutlich mehr bezahlen (ca. 170 Euro, siehe unten). Und man sollte auch nicht die UK- oder US-Preise vergleichen, das hat noch nie funktioniert.

Hinzu kommen zwei SNES-Controller (die ich mit mindestens 15 Euro beziffern würde), dazu die Hardware (man nehme z.B. einen Raspberry Pi 3 und könnte 50 Euro aufschlagen, dazu später mehr) und beiliegende Kabel. Also insgesamt ~250 Euro.

Nun könnte man argumentieren, die Einzelspiele wären ja (digital) viel günstiger als Paket zu erwerben. Aber selbst zum halben Preis (~4 Euro pro Spiel) würde man allein für den Content über 80 Euro hinlegen und würde immer noch auf einen Betrag von über 150 Euro kommen.

Selbst wenn der Content „umsonst“ wäre, würde der Betrag des Gerätes (50 Euro Hardware, 30 Euro Controller, Kabel) kaum unter 90 Euro sinken (man beachte im übrigen den Controller-Preisanstieg des beliebten SNES-Pads-Nachbau der Firma Buffalo).

Und zu guter Letzt könnte man natürlich auch noch über den Inhalt und die Auswahl an sich debattieren. Aber ich halte das für müssig, da es hier kein Ende gibt. Ja, ich hätte auch gern noch andere Spiele auf dem Gerät gesehen (Turtles in Time, DKC2 und 3) und ich wundere mich ehrlich gesagt über das Fehlen von Pilotwings, Super Mario All-Stars oder Chrono Trigger.

Aber es ist auch verständlich, das irgendwo eine Linie gezogen werden muss.

Die Alternativen

Was sind also die Alternativen, wenn das Teil nicht erhähltlich ist und Nintendo das Geld einfach nicht (auf diesem Wege) haben will?

Alternative 1: Virtual Console

Für all diejenigen, die sowieso schon viel auf der VC gekauft haben und einen Classic-Controller besitzen, ist das Angebot natürlich weniger interessant und man könnte die fehlenden Titel nachkaufen.

Mit durchschnittlich 8 Euro pro Game ist man dabei und auch wenn die VC schleppend voran kommt, so sind doch mittlerweile ziemlich viele Titel verfügbar.

Nintendo Switch wird allerdings noch nicht bedient, aber es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis das der Fall sein wird. Unterschiedlich sind die Listen jedoch in Sachen 3DS, Wii und WiiU, aber ich habe es mal vereinfacht (Preise in Euro):

Super Mario RPG - 7,99
Donkey Kong Country - 7,99
 The Legend of Zelda - ALttP - 7,99
 F-Zero - 7,99
 Earthbound - 9,99
 Super Castlevania IV - 7,99
 Super Ghouls 'n Ghosts - 7,99
 Contra III - 7,99
 Final Fantasy III - (derzeit nicht erhältlich)
 Kirby's Fun Pak - (derzeit nicht erhältlich)
 Kirbys Dream Course - 7,99
 Mega Man X - 7,99
 Secret of Mana - (derzeit nicht erhältlich)
 Star Fox- (Super FX, bisher nicht emuliert)
 Star Fox 2 - (Super FX, bisher nicht emuliert)
 Street Fighter 2 Turbo - 7,99
 Super Mario Kart - 7,99
 Super Mario World - 7,99
 Yoshi's Island - (Super FX, bisher nicht emuliert)
 Super Metroid - 7,99
 Super Punch Out - 7,99
 ===================
 Summa summarum: ~170 Euro minus der Spiele, die man schon hat

Allerdings dann auch ohne die drei Super FX Games, die eventuell nachkommen werden und die derzeit nicht erhältlichen Games. Selbst in einem Sale wird es also keine günstige digitale und legale Variante geben.

Alternative 2: Nur das Original zählt!

Nun kann man natürlich auf den Hype pfeifen und sagen: Gezockt wird nur im Original und verkauft hat man sein SNES mit den Spielen nie! Glückwunsch, denn wenn das der Fall ist, hat man alles richtig gemacht. Denn die Preise für SNES-Originale sind seit einiger Zeit kräftig am steigen.

Selbst hüllenlose Spiele gehen gut und gerne mal für 45 Euro aufwärts über den Ladentisch, siehe Super Metroid. Und das kann man bei allen anderen Spiele gerne weiter durchspielen, billig ist es wahrlich nicht.

Ergo: Wer alle Spiele hat, hat sicherlich auch einen Scaler wie z.B. den Framemeister, um sein gepflegtes SNES an ein modernes TV-Gerät anzuschließen. Ein Star Fox 2 könnte man sich selbst zusammenbasteln oder eben als Repro kaufen.

Allerdings hat man hier nie die Gewissheit, dass es sich bei den derzeit erhältlichen ROMs tatsächlich um die finale Fassung handelt, da Content bekannt ist, der nicht spielbar ist:

Alternative 3: Original-SNES, aber mit EverDrive

Ja, das wäre natürlich auch möglich. Jedoch sind die EverDrives teuerer als ein SNES Mini bzw. sehr viel teurer (SD2SNES). Klar „können“ sie mehr, aber alles geht damit auch nicht: Super FX wird NICHT emuliert, genauso wenig wie der SA-1 (Super Mario RPG und Kirby Super Star).

Das kann theoretisch Super UFO Pro 8 (mit aufgestecktem Ersatzmodul), von dem sollte man aber eher die Hände von lassen. Ganz legal ist die Geschichte mit EverDrive und Co. so oder so nicht.

Alternative 4: Emulation

Viele werden sagen: Das ist die einfachste, billigste und beste Lösung (z.B. mit higan). Stimmt vielleicht auch, ist allerdings nicht legal und damit erübrigt sich für diesen Beitrag zumindest jegliche weitere Beleuchtung des Themas.

Alternative 5: Verzicht

Verzicht üben ist selbstverständlich auch möglich: Nintendo die Meinung geigen, sich über Scalper aufregen, weiter Mega Drive zocken… Hmmmm… Irgendwie auch unlustig. 😉

Fazit

Es zeigt sich schnell: Nintendos Paket ist deshalb so „gut“, weil es den Geldbeutel nicht sprengt und ein attraktives Gesamtpaket bereit gestellt wird. Bringt natürlich niemanden etwas, wenn man bis jetzt kein Gerät vorbestellen konnte.

Hier muss man also weiter schauen, wie sich die Nachfrage entwickelt und den Scalpern möglichst wenig Beachtung schenken, die sich mit dem Gerät eine goldene Nase verdienen wollen.

Allerdings wundere ich mich auch nicht, dass das SNES Mini so einschlägt: Viele Menschen haben hier die Möglichkeit, wieder zurück in die SNES-Zeit zu kehren, in Erinnerungen zu schwelgen und ein kleines, portables Gerät zu erwerben, dass die alte Zeit einfach und bezahlbar zurückbringt.

Grundsätzlich: Das Thema Emulation

Was so oder so an dem Gerät interessant sein wird, ist die Emulation. Nintendo hätte es sich viel einfacher machen können, denn mit den SA-1 und vor allen Dingen den drei Super-FX-Spielen hat man sich wahrlich keinen Gefallen getan!

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Mit der anspruchsvollste Chip des Super Nintendos: SuperFX GSU-2-SP1 chip (by Lusheeta, CC-BY-SA 3.0)

Ich glaube, niemand hätte Nintendo gelyncht, wenn sie statt Star Fox 1, 2 und Yoshi’s Island Pilotwings, Sim City und Gradius III gebracht hätten. Und auch für Super Mario RPG und Kirby Super Star hätten es sicherlich auch Terranigma und Super Mario All-Stars getan. Allesamt ohne Chip, allesamt SNES-Standard.

Nein, Nintendo hat sich hier bewusst für Super FX entschieden! SA-1 hat man immerhin schon für die VC emuliert, Super FX ist aber bis heute nicht verfügbar.

Jeremy „Jez“ San, Argonaut-Gründer und Super-FX-Chip-Mitentwickler, meldete sich zu dem Thema vor kurzem auf Nintendolife und verneinte eine direkte Patentabhängigkeit:

Nintendo owns that patent anyway. I think they’re releasing it because it’s time.

Für die Hardware ist es auf jeden Fall keine leichte Aufgabe, den Chip zu emulieren. Ja, der Super-FX-Chip ist dokumentiert, emulierbar und higan bekommt es (fast) perfekt hin. Frisst dabei aber auch einiges an Hardware.

Die NES-Mini-Hardware hat einen Allwinner R16 verbaut, der (wohl) nicht ganz die Power hat, um für eine akkurate Emulation des Super FX zu sorgen. Und es wäre schade, wenn gerade hier geschlampt wird oder auf Software-Tweaks gesetzt werden müsste. Nintendo zur Emulation in der Famitsu:

We have found a way to solve that problem, so we’ve included those titles inside the lineup. There is no (physical) Super FX chip built into the SNES Classic.

Eurogamer und Digital Foundry Retro haben zudem einen sehr umfangreichen Artikel zum SNES Mini gepostet und festgestellt: Das SNES Mini ist mehr nur als ein SNES in Kleinformat:

In a sense, the SNES mini is much more than a console emulator then – it has to provide accurate representations of at least four other processors not found in the original console (SuperFX, SuperFX1, DSP-1 and SA1). If the console turns out to be as hackable and as expandable as its predecessor, support for these chips plus base emulation should cover off the vast majority of the system’s library

Das NES Mini wurde recht schnell gehackt. Es kann natürlich sein, dass Nintendo den gleichen „Fehler“ jedoch verhindern will.

Sehr einfach wäre es z.B., den internen Speicher zu reduzieren. Also statt eines 512MB NAND Flash-Speichers nur 128MB, was für die 21 Games + System ausreichen sollte, aber die „Erweiterbarkeit“ deutlich einschränkt. Oder aber Nintendo verhindert den USB-Zugang zum Speicher. Doch all das wird man erst dann herausfinden können, wenn das Gerät auf dem Markt ist.

Trotzdem spricht einiges dafür, dass Nintendo hier keine großen Hürden aufbaut: Die Hardware wird, allein schon aus Preisgründen, so „rudimentär“ wie möglich gehalten werden. Welche Hardware es werden wird, darüber kann man derzeit nur spekulieren, aber es wird sicherlich kein exotisches Eigenkonstrukt.

Die Hardware wird vor allen Dingen ein Kompromiss: Sie muss in der Lage sein, eine möglichst gute Emulation zu einem akzeptablen Preis zu gewährleisten. Es kann davon ausgegangen werden, dass es Abstriche bei der Emulation geben wird, denn diese gab es schon beim NES Mini (Sound, Input-Lag,…).

Viele merken das nicht und das ist gut so, denn einen perfekten Emulator wird es nicht geben und die dazugehörige Hardware schon gar nicht (Vgl. „Accuracy takes power: one man’s 3GHz quest to build a perfect SNES emulator„).

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Ein Blick auf einen Teil der SNES-Platine mit PPU1 (zuständig für Hintergründe, Rotation und Scaling) und PPU2 (Spezialeffekte wie z.B. Transparenzeffekte, die in Emulatoren gern für Performance-Einbrüche sorgen)

Doch selbst für gute Emulationsergebnisse müsste das SNES Mini grundsätzlich etwas mehr auf dem Kasten haben, als das NES Mini. Denn das SNES bringt eine Vielzahl an Schwierigkeiten mit:

  1. Es werden sehr unterschiedliche Chips emuliert (u.a. der problematische Super-FX-Chip), die weit über die MMC des NES hinausgehen
  2. Der Sound ist an die Genauigkeit des Taktes gekoppelt (Stichwort „Cycle Accuracy„), was ansonsten zu unschönen Effekten führt, die man leider sehr schnell erkennt (siehe hier schon das NES Mini)
  3. Es gibt viel mehr Spiele, die schnelles Scrolling zeigen (F-Zero, Super Mario Kart,…), wo Framerate-Einbrüche deutlich wahrnehmbar wären

Lösen könnte Nintendo das Problem, indem sie potente Hardware verbauen. Nintendo ist allerdings auch dafür bekannt, mit seiner Hardware Geld zu verdienen und „Hardware-Geschenke“ zu meiden (siehe Wii, DS, 3DS, WiiU, Switch). Es wird sehr wahrscheinlich auf ein ARM-Gerät hinauslaufen, das etwas mehr Power unter der Haube haben wird, als das NES Mini. Ob das am Ende ausreicht, wird man sehen.

Wenn ich mir noch was wünschen könnte (neben der Erweiterbarkeit), dann wäre es ein echter Pixel-Perfect-Modus, 1080p-Ausgabe, Bild-Filter wie SuperEagle und ein Multi-Tap für Secret of Mana, damit man das einzige Spiel auf dem SNES Mini für mehr als zwei Spieler zu dritt zocken kann. 😉

Man darf gespannt sein, wie Nintendo die Problematik der Emulation angehen wird. Neben der Verfügbarkeit des Gerätes für möglichst viele Leute, damit am Ende auch tatsächlich damit gespielt wird!

Update 07.07.2017: eBay wirft Scalper vorerst raus:

Die Auktionsplattform eBay sperrt offenbar Angebote zum Super Nintendo Classic mini. Schuld ist wohl der Lieferzeitpunkt. Demnach gestattet eBay offenbar nur Angebote, die binnen 30 Tage von Anbietern geliefert werden können. Im Zuge des Vorbesteller-Hypes um das SNES mini Classic tauchten die ersten Mondpreis-Auktionen auf. [Quelle]

Das ist auf jeden Fall eine gute Sache, denn es entspricht nicht den Bedingungen eines Marktes, wenn mit der Verknappung Gewinne erzielt werden, die nicht versteuert werden und gewerblichen Anschein erwecken. Doch ab wann bin ich gewerblicher Verkäufer? eBay dazu:

  • Sie kaufen Artikel, um Sie wieder zu verkaufen.
  • Sie verkaufen häufig neue Artikel, die Sie nicht für den eigenen Gebrauch erworben haben.

Beide Punkt sind zutreffend, wobei die Häufigkeit natürlich eine Rolle spielt. Falle ich nur einmal auf, ist das wohl kein Grund. Passiert dies häufig, wird sich eBay melden.

Bleibt die Frage, wie man nun an das Gerät kommt… Gute Frage, denn vorbestellen wird man es wohl bis zum Release nicht mehr. Media Markt, Saturn, Gamestop, Amazon, kleinere Händler und Co. können alle nicht mit Gewissheit sagen, ab wann es wieder möglich sein wird. Alternativ kann man natürlich Agenten auf Deal-Seiten setzen.

Nur mal spaßeshalber: Was würde es kosten (grob geschätzt), das Gerät im Original zu erwerben (ohne HDMI-Mod und PAL/NTSC-Switch)?

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  • Gesamtsumme: 834 Euro (minus der Spiele, die man schon besitzt)
  • Legal Digital (wie oben genannt): 168 Euro (jedoch (noch) nicht alles erhältlich und minus der Spiele, die man schon besitzt)
  • Emulation via Raspberry Pi 3 und zwei Buffalo USB SNES-Pads: ca. 90 Euro, Emulation legal, nur nicht die ROMs
  • Emulation mit vorhandenem Gerät und zwei Buffalo USB SNES-Pads: 36 Euro, Emulation legal, nur nicht die ROMs

Wer sich jetzt über die Preisentwicklung wundert: Man sollte nicht vergessen, dass es sich bei den physischen Modulen um grob geschätzte Durchschnittspreise handelt, die Module teilw. nur lose angeboten werde (d.h. ohne Verpackung oder Anleitung) und die internen Modul-Batterien (zum Abspeichern des Spielstandes) teilweise nicht mehr funktionieren können (hier gibt es eine NTSC-Anleitung zum Austausch).

Und man sollte auch bedenken, dass wir damals auch ganz schön Asche für die Teile liegen gelassen haben (DM ~ Euro/2):

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Scan, Videogames 12/1992, S. 69

Inflationsbedingt wären 100 DM damals ca. 73 Euro heutzutage. Beim N64 war es dann noch einen Tick heftiger, weil da die Modulpreise meist zwischen 100 DM (Nintendo) und 150 DM (viele 3rd-Party-AAA-Produktionen) lagen.

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Kategorien:Artikel, Videospiele
  1. Flat Eric
    10. Juli 2017 um 10:24

    Nein, das kann man im Prinzip ausschließen. Super FX auf jeden Fall nicht, das hat ja Nintendo schon gesagt. Alles andere hat dann auch keinen Sinn, da die Integration dieser viel zu kompliziert wird.

    Und der Markt gibt ja die Tendenz vor, RetroN und Retro Freak schaffen es, das SNES mit Rockchip 3066 in den Griff zu bekommen, allerdings ist der Chip auch etwas leistungsfähiger als ein Allwinner R16 aka A33.

    Ich denke einfach, die Zeit ist reif geworden und gehackt wird das Teil auf jeden Fall, wenn Standard-Hardware verbaut wird. Was bei dem Preis einfach zu erwarten ist. Viel Spielraum hat Nintendo da eigentlich, nun Sonderwünsche einzubauen. Am effizientesten wäre es, wie schon gesagt, den internen Speicher zu senken, aber hier kommt es einfach darauf an, wie dieser auf dem Markt angeboten wird.

    Ansonsten ist die Funktionsweise vom SNES ist ja prinzipiell bis auf das letzte Bit bekannt. Firmware und Chips wurden komplett ausgelesen und reverse engineered (http://www.tested.com/tech/gaming/44376-16_bit-time-capsule-how-emulator-bsnes-makes-a-case-for-software-preservation/). Nur die Synchronisation der Chips ist alles andere als trivial und eignet sich deswegen nicht so wirklich gut für Multicore-Prozessoren. Trotzdem wird es genug Power geben, um das System, hoffentlich, so gut wie möglich darzustellen.

  2. 8. Juli 2017 um 10:00

    Wäre es möglich und denkbar dass Nintendo, um den unvermeidlichen Hackern nicht auch noch selbst einen guten Emulator zu liefern, die nötigen Chips tatsächlich physikalisch verbaut?

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